
Im Rahmen eines Sanierungsprojekts bieten wir als genereller Ansprechpartner alle notwendigen Leistungen an:
Rückbau-, Sanierungs- und Entsorgungskonzepte
Entsorgung der restlichen Gefahrstoffe und Industrieabfälle
Demontage, Rückbau, Räumung und Reinigung
Probenahmen und Analytik zur Entsorgung des Abbruch- und Aushubmaterials (eigenes Analyselabor)
Eigene Logistik und Transportplattform
Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Umwelt, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
Effizientes Qualitätsmanagement und Controlling
Langjährige Erfahrung
Rückbauprojekte sind in der Regel äusserst komplexe Aufgaben, bei denen hohe Anforderungen hinsichtlich Gesundheits- und Umweltschutz sowie Arbeitssicherheit gestellt werden. Neben einem professionellen Projektmanagement ist der Einsatz von erfahrenen Arbeitskräften für den sicheren und zügigen Projektablauf von grundlegender Bedeutung.
Produktionsanlagen der chemischen Industrie
Schwefelsäureproduktion
Galvanik Chlor-Alkali-Elektrolyse
Zinkspritzwerke
Farbproduktion und Farbspritzkabinen
Tanks mit weissem Phosphor
PCB- und Asbestsanierung
Altlastensanierung
Seit 2007 entsorgen wir veraltete und kontaminierte Laboranlagen, deren Produktions- oder Sicherheitsanforderungen den aktuellen Stand der Technik nicht mehr erfüllen. Es handelt sich dabei um mikrobiologische Sicherheitswerkbänke der Klasse 2, Zytostatika-Sicherheitswerkbänke oder geschlossene Containments (Isolatoren), in denen mit gesundheitsgefährdende Chemikalien, Mikroorganismen oder pharmazeutisch aktiven Substanzen (z.B. Zytostatika) gearbeitet wurde.

Unser Konzept garantiert eine sachgerechte Entsorgung der ausgedienten Werkbänke. Unser speziell ausgebildetes Fachpersonal berücksichtigt besondere Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzmassnahmen. Diese werden bereits beim Ausbau der Anlagen vor Ort, beim Transport sowie der Dekontamination und Demontage in unseren dafür eingerichteten Räumlichkeiten umgesetzt. Damit ist eine unbeabsichtigte Exposition des Personals sowie eine unkontrollierte Freisetzung von umweltproblematischen Stoffen während des ganzen Entsorgungsprozesses ausgeschlossen.
Bis vor einigen Jahren wurde für die technische Umsetzung der Chlor-Alkali-Elektrolyse oft das so genannte Amalgam-Verfahren eingesetzt. Obwohl bei diesem Verfahren Quecksilber in grossen Mengen verwendet wurde, waren mögliche Verschleppungen äusserst gering, weil das Metall in speziellen Zellen eingeschlossen war.
Der Rückbau solcher Anlagen stellt dagegen heute eine besondere Herausforderung dar. Quecksilber ist ein äusserst giftiges Schwermetall; je nach Aufnahme sind sowohl akute als auch chronische Wirkungen möglich. Unerlässliche Voraussetzung für die Sanierung der Anlage sind verschärfte Arbeitssicherheitsmassnahmen und die Ausführung der Arbeiten in mehreren Etappen:
1. Etappe: Entleeren des Quecksilbers aus den Elektrolysezellen.
2. Etappe: Spülen der mit Quecksilber verunreinigten Installation mit einem Oxidationsmittel.
3. Etappe: Ausbau der Zellen und Zerlegen des mit Quecksilberkontaminierten Stahls und Anlagenteile.
4. Etappe: Der Stahl hat kleine Poren in denen das Quecksilber immer noch in Spuren vorhanden ist. Die kontaminierte Stahlteile und Flächen wurden mittels Sandstrahl-Technik und mit einer besonders ausgerüsteten Anlage mit speziellen Filtern gereinigt.
5. Etappe: Zur Verwertung des Stahls und des Sandstrahls sowie zur Entsorgung der Abfälle stehen heute folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Verwertung: Wiederaufarbeitung des kontaminierten Stahls in einem speziell ausgerüstetem Stahlwerk
- Verwertung: thermische Behandlung des Sandstrahls in einer speziellen Anlage mit Quecksilber-Rückgewinnung
- Entsorgung der Quecksilber-kontaminierten Sonderabfälle durch spezielle Verpackung und Einlagerung in Untertagedeponie (UTD).

Beim Rückbau einer Chlor-Alkali-Elektrolyse (Amalgam-Verfahren) wurden besondere Arbeits- und Gesundheitsschutzmassnahmen getroffen.
Bei der Galvano-Technik werden die Oberflächen von Werkstücken mit metallischen und anderen Überzüge geschützt, veredelt oder mit besonderen Eigenschaften versehen. Das Verfahren stellt aber wegen dem breiten Einsatz von Cyaniden, Chromaten und Schwermetallen besondere Anforderungen hinsichtlich Umwelt und Gesundheitsschutz. Oftmals wurde kein geordneter Betriebsstillstand eingeleitet. Diese Anlagen können daher heute nur unter grossem Aufwand saniert werden.

Galvanik vor dem Rückbau

Galvanik nach dem Rückbau
Die Chiresa AG verfügt über eine langjährige Erfahrung mit dem Rückbau von Galvanik-Betrieben. Das prinzipielle Vorgehen ist:
Entsorgung der restlichen Bäder und Rückstände
Entleeren und Demontage der Galvanikbäder und sämtlichen produkteführenden Leitungen
Ausbau und Reinigung der Tanks und Becken
Analytik des anfallenden Abfalls und anschliessende Verwertung oder Entsorgung
Dekontamination und Übergabe der Räume
Bedingt durch die Entwicklungen in der chemischen Industrie werden neue Produktionsmethoden eingeführt und Produktionsstätten stillgelegt. Die alten Betriebsstandorte müssen für die neue Aufgaben vorbereitet werden. Deshalb müssen Lagertanks von gefährlichen Ausgangsmaterialien entsorgt werden. Ein typisches Beispiel ist die Entsorgung von grossen Mengen an weissem Phosphor. Dieser Stoff beinhaltet ein sehr hohes Gefahrenpotential, da er sich an der Luft selbst entzünden kann und damit hochgiftige Gase freisetzt.

Öffnung eines Tanks mit weissem Phosphor
Die Demontage der Lagertanks und die Entfernung des Phosphors können nur manuell erfolgen, da das Material wegen der hohen Brandgefahr ständig unter Wasser gehalten werden muss. Das setzt sehr hohe Anforderungen hinsichtlich Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz voraus. Die Phosphorrückstände müssen in geeigneten Sonderverbrennungsanlagen entsorgt werden.

Die mit Phosphor stark verkrusteten Stahloberflächen werden mit Hilfe der Hochdruck Wasserstrahl-Technik gereinigt. Erhöhte Sicherheits- und Arbeitsschutzmassnahmen sind unerlässlich.
Die mit Phosphor stark verkrusteten Stahloberflächen werden mit Hilfe der Hochdruck Wasserstrahl-Technik gereinigt. Erhöhte Sicherheits- und Arbeitsschutzmassnahmen sind unerlässlich.
Nach der Stilllegung eines Betriebstandortes in Südfrankreich blieben diverse Anlagen mit grossen Mengen von weissem Phosphor zurück. Die Chiresa AG erhielt den Auftrag für den fachgerechten Rückbau von drei „Phosphor-Tanks“ mit einem Fassungsvermögen von bis zu 200 m3 sowie die komplette Entleerung und Reinigung von mehreren Auffangbecken. Die Sanierungsmassnahme setzte sich prinzipiell aus folgenden Elementen zusammen:
Besichtigung der Anlagen vor Ort durch unsere Spezialisten
Erarbeitung eines Rückbau- und Sanierungskonzeptes
Ausführung der Sanierung nach genau definierten Arbeitsphasen: Demontage / Reinigung / Entleerung / Verpacken.
Reinigung der mit Phosphor stark verkrusteten Stahl- und Betonoberflächen mit Hilfe der Hochdruck Wasserstrahl-Technik. Demontage des Tanks manuell (schneiden und zerlegen).
Entnahme und Überführung der Phosphorrückstände in Flüssigkeitsgeprüften Behälter grössenteils manuell. Damit konnte die Abwicklung der Arbeit auf der Baustelle sicher betrieben werden und die Aufbewahrung des weissen Phosphors und Transport zur Entsorgungsanlage gewährleistet werden
Verbrennung der Phosphorrückstände in einer speziell ausgerüsteten Sonderverbrennungsanlage.
Wegen potentieller Vergiftungs- und Brandgefahr wurden während der gesamten Sanierungsmassnahme erhöhte Sicherheits- und organisatorische Massnahmen bereitgestellt.
Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind synthetisch hergestellte Verbindungen mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Sie wurden dank ihrer guten Isoliereigenschaften häufig in Kondensatoren und Transformatoren eingesetzt. Als Additiv in Farben und Lacken, unter anderem für metallische Bauteile, fanden PCB auch breite Anwendung. Trotz ihren guten Eigenschaften sind PCBs umweltbelastende und gesundheitsschädigende Stoffe. Sie sind schlecht abbaubar und bei hohen Temperaturen entwickeln sich hochgiftige Dioxine und Furane.
Im Rahmen der Erneuerung des ewz-Kraftwerks Wettingen gab es grosse Flächen mit PCB-beschichteten Stahlteilen. Da sie in dieser Form nicht direkt der Verwertung zugeführt werden konnten, wurde die Chiresa AG im Jahr 2006 beauftragt, die PCB-haltigen Anstriche gesetzt- und umweltkonform zu entfernen. Die Arbeiten wurden vor Ort in einem für diesen Zweck eingerichteten Zelt ausgeführt und durch verschiedene Umweltschutzmassnahmen ergänzt. So wurde zur Minimierung von PCB-belasteten Staubemissionen eine spezielle Filteranlage eingesetzt. Zudem wurden Bodenproben vor und nach den Arbeiten genommen und Laboranalysen unterzogen. Die mit PCBs belastete Lackschicht wurde mechanisch mittels Sandstrahler-Technik und unter sicheren Arbeitsbedingungen abgetrennt.

Stahlbau-Oberfläche nach der Entfernung der PCB-haltigen Beschichtung
Der PCB-belastete Sand wurde als Sonderabfall entsorgt. Der gereinigte Stahl konnte dann ohne weitere Massnahmen der Wiederverwertung zugeführt werden.
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